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Gentoo
Oh Schreck, was hatte ich mir nur dabei gedacht? Eigentlich war es ja vorhersehbar…
Wenn man schonmal versucht, unter Windows mit einem speziell dafür gedachten Programm die Partitionsgrößen zu ändern (auch die EXT2/EXT3-Partitionen), kann das ja nur nach hinten losgehen. So ist es dann auch bei mir geschehen. Nichts ging mehr, alles war weg. Nach vergeblichen Versuchen, Grub neu zu installieren und dergleichen, hab ich aufgegeben. Ich habe mich dann von meinem Ubuntu verabschiedet und bin wieder bei Gentoo gelandet.
Zu meinem Erstaunen musste ich dann ersteinmal feststellen, dass die Gentoo-Minimal-CD auf dem Stand von Mitte 2008 ist und daher alles andere als aktuell. Aber, das hat mich nicht abgeschreckt. Leider stand ich als genkernel-Nutzer nun vor dem ersten Problem: der 2.6.30er-Kernel hat nicht mehr wirklich mit der Config der Gentoo-CD zusammengepasst.
Das Resultat nach der Installation des Grundsystems war, dass meine Cherry Cymotion Master Linux nicht mehr funktioniert hat und ich auf eine andere Tastatur für jegliche Eingaben ausweichen musste. Darüber hinaus hatte ich es partout nicht hinbekommen, mein X zum laufen zu bringen…
Da mir dies höchstes Unbehagen bereitete, begab ich mich auf die Suche nach einer funktionsfähigen KernelConfig und bin bei der Config von Sabayon gelandet (da ich in der Vergangenheit bereits selbst Sabayon genutzt hatte, wusste ich, dass im Forum immer die aktuelle Config bereitgestellt wird). Zunächst bin ich in diesem Thread auf einen toten Link gestoßen. Juhu. -.-
Aber zum Glück bin ich dann beim durchhangeln durch den Tree doch noch auf diese Config gestoßen, die Grundlage meiner jetztigen Gentoo-Installation geworden ist.
Nach einem erneuten Durchlauf von Genkernel wurde dann auch meine Tastatur richtig erkannt und ich konnte sie sogar benutzen
Also dann habe ich erstmal das System auf den aktuellen Stand gebracht. Vorher musste ich natürlich etwaige blocked Packages und circular dependencies auflösen (<ironie> oh wie ich das doch vermisst hab bei der ubuntu-installation…</ironie>). Das ging dann auch noch einigermaßen gut. Bis ich mich dazu entschieden habe, das doch schon nicht mehr aktuelle Gnome 2.24, das als stable im Portage-Tree vorhanden ist, durch die ~x86-Version zu ersetzen.
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Das bedeutete zunächst einmal das Setzen des ~x86-Keywords für sämtliche Gnome-2.26-Einträge. Ohje hat das lange gedauert… Auch hier waren wieder die tollen Abhängigkeiten und Blockaden aufzulösen, bevor es weitergehen konnte. Aber schlussendlich hat auch das funktioniert und ich habe jetzt als Desktop Gnome 2.26.
Beim ersten erfolgreichen Einloggen bekam ich aber prompt die Meldung, dass ein Panel-Applet nicht mehr aktuell sei und deshalb deaktiviert werden müsse. Dieses Applet war mein Lautstärkeregler. Die ganze Sache hing damit zusammen, dass mein SystemSound, das auf PulseAudio basiert, offenbar nicht richtig funktionierte. Wie ich das Problem gelöst habe, werde ich in einem weiteren Artikel beschreiben. Diese Angelegenheit hat mich richtig Nerven gekostet…
Mittlerweile konnte ich alles auf Deutsch einstellen – bei der Gelegenheit habe ich auch herausgefunden, dass sich Gnome an der locale LC_MESSAGES orientiert; diese und andere Dinge für die deutsche Lokalisierung also nach diesem Guide eingerichtet und Gnome war deutsch. ABER: ich habe es mehrere Tage nicht hinbekommen, das Tastatur-Layout im Anmeldungsmanager GDM auf deutsch umzustellen. Da ich nunmal “Ronny” heiße und und ich somit beim Login das “Y” drücken muss, aber wegen des US-Layouts das “Z” erschienen ist, war ich ziemlich genervt.
Aber auch das Problem konnte mittlerweile gelöst werden; wie, das beschreibe ich hier.
Nachdem mir nunmehr der Gnome-Desktop mit funktionierendem Soundsystem und deutschem Tastaturlayout gegönnt war, war mir ein weiterer Dorn im Auge, dass der Boot-Vorgang in ganz extrem niedriger Auflösung vonstatten ging, sodass das verfolgen der Bootmeldungen fast gar nicht möglich war. Hatte zunächst bei Grub das Setzen von “vga=0x31B” funktioniert hatte, war dies nach dem Systemupdate leider nicht mehr der Fall.
Aber auch dieses Problem habe ich letztlich gelöst, und zwar mit uvesafb. Wie ich das ganze konfiguriert habe, werde ich in einem meiner nächsten Artikel berichten. Darüber hinaus habe ich jetzt noch einen netten bootsplash mit splashutils integriert und Grub2 auf meinem System eingerichtet.
Hier mal ein paar Bildschirmfotos:
Der BootVorgang:

Der Login-Manager GDM:

Und hier mein derzeitiger Desktop:

So, das wars erstmal fürs erste. Wie ich den Sound zum laufen gebracht habe, wie ich Grub2 konfiguriert habe und auch wie ich uvesafb zum laufen gebracht habe, beschreibe – wie angekündigt – ich in den nächsten Artikeln.

| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von brain am 13. August 2009 um 19:13 veröffentlicht und unter Allgemein, Gentoo, Gnome, Linux, Tools, Web 2.0, Windows abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |


